Wann ist A-MIM sinnvoll?
A-MIM ist nicht für jedes Bauteil die richtige Wahl. Hier die Kriterien, wann es sich lohnt.
Typischer Sweet Spot
A-MIM eignet sich besonders wenn:
- Komplexe Geometrien vorhanden sind (interne Kanäle, Hinterschnitte, Freiformflächen)
- Interne Kanäle oder Hohlräume benötigt werden
- Mehrere Bauteile in ein Teil integriert werden sollen (Baugruppenreduktion)
- Werkzeugkosten vermieden werden sollen (kein Spritzgusswerkzeug, keine Gussform)
- Mittlere Seriengrößen benötigt werden
Typische Seriengröße
50 – 50.000 Stück
Wirtschaftlich ab Losgröße 50
Break-Even vs. CNC
ab ~100 Stück
Abhängig von Geometriekomplexität
Wirtschaftliche Vorteile
A-MIM wird wirtschaftlich attraktiv wenn:
- Viele CNC-Bearbeitungsschritte entfallen – 5-Achs-Frästeile mit vielen Aufspannungen sind teuer. A-MIM druckt die Geometrie in einem Schritt.
- Baugruppen reduziert werden – Statt 5 Einzelteile verschrauben: 1 Teil drucken.
- Variantenvielfalt hoch ist – Keine Werkzeugkosten pro Variante. Jede Variante kostet gleich viel.
- Entwicklungszeit reduziert werden soll – Kein Werkzeugbau, kein 8-Wochen-Vorlauf.
Wann A-MIM nicht sinnvoll ist
- Einfache Drehteile oder Frästeile (CNC ist günstiger)
- Sehr große Bauteile (>200 mm)
- Extrem enge Toleranzen (<0,1 mm) ohne Nachbearbeitung
- Vollmassive Blöcke ohne geometrische Komplexität
- Stückzahl >100.000 (MIM mit Werkzeug wird günstiger)