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Fertigung · Fakten · Prozessketten

A-MIM – Rohteilkompetenz für komplexe Metallbauteile

A-MIM (Additive MIM) produziert komplexe metallische Rohteile – werkzeuglos, serienfähig, ohne Zerspanungslogik. Der Hebel entsteht dort, wo das Rohteil die Komplexität trägt und Nacharbeit lokal bleibt.

Was A-MIM gut kann

A-MIM ist stark, wenn die Bauteilgeometrie die Freiheit der Prozessfamilie ausnutzt:

Geometrie
Interne Kanäle, Hinterschnitte, Rippen
Komplexität kostet im Druck nichts extra
Funktionsintegration
Mehrere Funktionen in einem Rohteil
Baugruppen reduzieren, Schnittstellen eliminieren
Varianten
Ohne Werkzeugänderung
CAD-Änderung reicht, kein neues Werkzeug
Bauteilgröße
5 – 200 mm · 1 g – 1 kg
Klein- bis Mittelbauteile im Kern
Serien
Mittlere Stückzahlen
Ab wenigen hundert bis mehrere Tausend/Jahr
Schrumpfung
15 – 20 %
Vorhersagbar, wird konstruktiv kompensiert

Drei Grundprinzipien

1
Rohteil zuerst denken
Nicht das Frästeil nachbauen. Komplexität ins Rohteil verlagern, Funktionen integrieren, Geometrie für den Prozess auslegen.
2
Sintern mitdenken
Das Bauteil wird beim Sintern weich und schrumpft. Geometrie, Massenverteilung und Auflagesituation im Ofen müssen von Anfang an mitgedacht werden.
3
Nacharbeit lokal halten
Nicht alles muss präzise sein – nur was funktional kritisch ist. Bohrungen, Gewinde, Dichtsitze: lokal nachbearbeiten. Der Rest bleibt Rohteil.

Wirtschaftliche Grundlogik

A-MIM wird stark, wenn das Rohteil viel Geometrie und Funktion trägt und die Nacharbeit lokal bleibt. Dann entsteht der eigentliche Hebel: komplexe Teile ohne Werkzeug, mit planbarer Prozesskette.

A-MIM ist nicht der Ersatz für jedes CNC-Teil. Einfache Dreh- oder Frästeile mit flacher Geometrie und hoher Präzision auf allen Flächen gehören nicht in diese Prozesskette.

Im Detail erklärt