Nicht nur Anwendungen zeigen – sondern die Denkweise sichtbar machen. Rohteil plus gezielte lokale Nachbearbeitung.
Beispiel 1: Hydraulik-Verteilerblock
Heutige Lösung
3-teilige Schweißbaugruppe mit separaten Kanalbohrungen. Aufwändige Montage, Dichtigkeitsprüfung an 2 Schweißnähten.
Problem
Montageaufwand hoch. Jede Schweißnaht ist ein potenzielles Leck. Kanalgeometrie durch Bohrbarkeit eingeschränkt.
Ziel
Ein Bauteil, zuverlässig dicht, freie Kanalführung, weniger Handling in der Fertigung.
A-MIM-Logik
Verteilerblock als Sinterteil mit integrierten internen Kanälen. Kanalgeometrie frei gestaltet – nicht durch Bohrungsachsen limitiert. Wandstärken gleichmäßig ausgelegt.
Nachbearbeitung
Nur Dichtsitze an Anschlüssen gedreht. Gewinde nachgeschnitten. Ansonsten Rohteil.
Ergebnis
Von 3 Teilen auf 1. Schweißnähte entfallen, Dichtigkeitsrisiko eliminiert. Kanalgeometrie optimiert statt kompromittiert.
Beispiel 2: Trägerteil Medizintechnik
Heutige Lösung
Frästeil aus Vollmaterial, 12 Aufspannungen, hohe Rüstkosten, 6 Wochen Durchlaufzeit ab Rohmaterial.
Problem
Fertigungsaufwand unverhältnismäßig zur Bauteilkomplexität. Stückkosten bei mittlerer Serie zu hoch. Lange Lieferzeit blockiert Entwicklungsiteratonen.
Ziel
Komplexität ins Rohteil verlagern. Bearbeitungsaufwand auf ein Minimum reduzieren. Lieferzeit unter 3 Wochen.
A-MIM-Logik
Komplexe Außen- und Innengeometrie direkt als Sinterteil. Hinterschnitte und Taschen im Rohteil integriert. Aufmaß nur an 2 Passflächen und 1 Referenzfläche eingeplant.